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11.05.2026
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Auf den ersten Blick kann man Samuel Kim wohl leicht unterschätzen. Er wirkt nicht wie jemand, der täglich Entscheidungen trifft, die auch größere Tragweiten haben können. Zu ruhig und zu sanft in seinen Bewegungen, zu bedacht in seinen Worten. Er ist niemand, der schnell laut wird und auch keiner, der sich in den Mittelpunkt drängt. Schon früher war er der, der Streit geschlichtet hat, statt ihn anzufachen. Der geblieben ist, wenn es unbequem wurde. Vielleicht ist genau das der Grund, warum er Polizist geworden ist. Nicht, weil er das Chaos sucht, sondern weil er gelernt hat, darin zu funktionieren. Im NYPD hat er sich innerhalb des Detective Bureau seinen Rang als junger Detective des Homicide Squads mit Fleiß und Zielstrebigkeit erarbeitet.
Der 25-Jährige ist jemand, der Verantwortung sehr ernst nimmt. Vielleicht ein bisschen zu ernst. Er trägt sie wie eine zweite Haut; im Job, in Beziehungen und im Leben allgemein. Fehler macht er lieber leise mit sich selbst aus, Zweifel ebenso. Nach außen hin wirkt er gefasst, fast schon kontrolliert. Innen sieht es oft anders aus.
Faye Marsh war lange Zeit sein sicherer Hafen. Beste Freunde seit Kindertagen, irgendwann mehr geworden und das fast selbstverständlich, als hätte es nie eine andere Möglichkeit gegeben. Mit ihr hatte er sich dieses Bild von Zukunft aufgebaut, Stück für Stück. Verlobung, gemeinsame Wohnung, ein Hund. Ein Leben, das auf dem Papier perfekt aussah. Nur fühlt sich Perfektion manchmal leer an, wenn etwas darin fehlt, das man nicht benennen kann.
Samuel hat lange gebraucht, um zu verstehen, dass das Problem nicht die Beziehung war, sondern er selbst. Oder zumindest ein Teil von ihm, den er zu lange ignoriert hat. Gefühle, die nicht in das Bild passten, das er sich aufgebaut hatte. Gefühle, die er zunächst verdrängt, dann geleugnet und schließlich nicht mehr übersehen konnte.
Jetzt steht er irgendwo zwischen dem, was war und dem, was sein könnte. Zwischen Schuld und Sehnsucht, zwischen Loyalität und dem leisen Wunsch, endlich er selbst zu sein. Und während er glaubt seine frühere Verlobte verloren zu haben, bleibt ihm fast nichts anderes übrig, als sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, vor denen er sich so lange gedrückt hat.
Mensch
25 Jahre alt
Man sagt, er war schon immer anders als andere in seinem Alter. Still und ruhig, vielleicht auch etwas eigen. Onyx ist der Typ, der lieber denkt als redet. Der Fragen stellt, für die andere keine Antworten haben – oder lieber keine geben. Der Dinge weiß, die er eigentlich gar nicht unbedingt wissen dürfte. Schon früh attestierte man ihm einen überdurchschnittlichen IQ – ein seltenes Talent, sagten damals die Lehrer. Ein Ticket raus aus dem Chaos, meinten die Schulsozialarbeiter. Doch Talent zahlt keine Studiengebühren. Und Träume alleine reichen eben nicht. Dabei wollte der inzwischen 18-Jährige nie besonders sein. Was er wollte, war nur eine faire Chance. Aber in einem Zuhause, wo Zuneigung oft unter Drogen, Schweigen, Schulden und Scham verschüttet liegt, bleibt für faire Chancen leider wenig Raum. Seine älteren Geschwister stemmten, was sie konnten – er selbst zog lange Zeit die Rolle des Unbeteiligten vor. Vielleicht war es Trotz. Vielleicht Flucht. Vielleicht einfach der leise Wunsch, nicht auch noch einer zu sein, der sich selbst für andere aufgibt. Lieber verschwand er hinter Büchern, Bildschirmen, Gedanken. Nicht, weil er seine Familie nicht liebt – sondern weil Nähe irgendwie nie einfach war. Onyx ist der jüngste Sohn der Zhous – aber der ältere Zwilling. Ein paar Minuten nur, aber manchmal fühlt es sich an wie eine ganze Welt. Jade versteht ihn zwar besser als die meisten, doch trotzdem sagt er auch ihr nicht immer alles. Die Familie gleicht einem ewigen Durcheinander aus Lärm, Loyalität und ungelösten Konflikten und jeder Raum der zu kleinen Wohnung scheint voller Geschichten, die keiner mehr erzählen will. Kein Wunder, dass Onyx Abstand hält. Reizüberflutung ist sein Grundzustand. Rückzug seine Art, zu überleben. Seine Blicke sind kälter geworden, seine Worte schärfer. Die Haare bunt, die Schultern hochgezogen und die Hände oft tief in den Taschen vergraben. Er wirkt wie jemand, der nichts zu verlieren hat – dabei ist ihm alles wichtiger als je zuvor. Er will raus. Studieren. Endlich ein Leben, das ihm gehört. Ein Teilstipendium hätte er. Doch der Rest fehlt – wie so oft. Und wer lange genug gegen verschlossene Türen rennt, der fängt wohl irgendwann an, andere Wege zu suchen. Auch wenn man dabei Stück für Stück Teile von sich selbst aufgibt.
Mutant
18 Jahre alt
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Partyyyy! Am 16. Februar wird es so richtig krachen! Allerdings in einer weniger wortwörtlichen Art und Weise wie beim Ball Drop an Silvester. Trotz der Unruhen und sich häufenden Demonstrationen von und gegen Mutanten entscheiden sich die Vorsitzenden von New York das alljährliche Mardi Gras dennoch zu feiern. Entlang der William Street findet eine große Parade statt mit allem, was man sich bei einem bunten Umzug vorstellen kann. Bereits am Nachmittag startet die große Fete in dem gewaltigen Haus mit der Nummer 150. Insbesondere die High Society tummelt sich dort, um das Spektakel auf der Straße zu beobachten.



